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Juleica-Ausbildung in Hessen


PÄDAGOGISCHE PRINZIPIEN

In den Ausbildungen von Kinder- und JugendleiterInnen sind grundlegende pädagogische Prinzipien zu beachten, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Ein zentrales Prinzip ist die TeilnehmerInnenorientierung und Subjektbezogenheit. D.h., die Ausbildung orientiert sich eng an den Motiven, Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden und ist als ein Prozeß wechselseitiger Kommunikation und Kooperation zu planen und zu entwickeln. Dabei sind aktuelle Gruppenprozesse im Verlauf der Seminare angemessen zu berücksichtigen (Prozeßorientierung). Diese Prinzipien sollten durch ein (paritätisches) Team als Modell für die TeilnehmerInnen erlebbar werden.

Ein weiteres pädagogisches Prinzip ist die Erfahrungsorientierung bzw. Erlebnisorientierung, die es den Teilnehmenden ermöglicht, sich durch unmittelbares, eigenes „Erleben“, neue Bereiche zu erschließen, Kenntnisse zu erlangen und Erfahrungen zu machen. Dazu sind Situationen zu schaffen und Prozesse zu initiieren, die dies ermöglichen und die Raum für den Austausch in der Gruppe lassen.
Projektorientierung heißt, daß Lernen an realen Abläufen ermöglicht und ein unmittelbarer Bezug zur Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden hergestellt wird.

Das Prinzip des exemplarischen Lernens, das hier ebenfalls Eingang finden soll, besagt, daß die vielfältige, oft undurchschaubaren Zusammenhänge der (Alltags-)Wirklichkeit in der Kinder- und JugendleiterInnenausbildung auf
ihren Grundgehalt zurückgeführt werden, ohne dabei die Realität zu verfälschen.

Der Grundsatz der Ganzheitlichkeit besagt, daß die verschiedenen Dimensionen des Menschen (psycho-motorische, sozial-kommunikative, emotional-affektive, biologisch-vitale, kognitivrationale, ethisch-wertende) als Wirkgeflecht anzusprechen sind. Deshalb sind Lernsituationen so zu gestalten, daß die zu vermittelnden Inhalte über möglichst vielfältige Sinneserfahrungen zu erfassen sind.

Ein weiteres pädagogisches Prinzip ist die Handlungsorientierung. Das bedeutet im Sinne von „learning by doing“, daß die Teilnehmenden die Inhalte und Methoden der Ausbildung sowohl in der Lerngruppe als auch in der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort umsetzen und weiterentwickeln können.

Zielgruppenorientierung in der Ausbildung bedeutet, daß Ziele, Inhalte und Methoden sich eng an der Lebenswelt, den Interessen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen orientieren.

Ausbildungsangebote für Kinder- und JugendleiterInnen haben sich zudem dadurch auszuzeichnen, daß in ihnen ein vielfältiges
Repertoire an Methoden vorgestellt und genutzt wird. Methoden sind pädagogische Hilfsmittel, die dazu dienen, Inhalte zu vermitteln bzw. Prozesse in Gang zu setzen. Ein breites Kennenlernen, wie auch die Nutzung unterschiedlicher Methoden, soll LeiterInnen in die Lage versetzen, Methoden bewußt und differenziert auszuwählen, um sie situationsgerecht einsetzen zu können.



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