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Juleica-Ausbildung


 

Mindeststandards für die Kinder- und Jugendleiter/innen-ausbildung des Landesverbandes der Evangelischen Jugend in Hessen
Stand 01. Mai 2016


KINDER- UND JUGENDARBEIT IN HESSEN

Kinder- und Jugendarbeit
Angesichts der vielfach beschriebenen gesellschaftlichen Modernisierungsentwicklungen ist davon auszugehen, daß


einerseits die zu bewältigenden Herausforderungen an Kinder und Jugendliche für eine gelingende gesellschaftliche Integration gestiegen und
andererseits parallel hierzu die Anforderungen an eine entwicklungsunterstützende und -fördernde Kinder- und Jugendgruppenarbeit gewachsen sind.

In der Konsequenz bedeutet dies, daß die Anforderungen im Hinblick auf die Qualifikation und Qualifizierung von Kinder- und JugendleiterInnen in der Jugendarbeit gestiegen sind. Unter Kinder- und JugendleiterInnen wird hier insbesondere verstanden:


LeiterInnen von Kinder- und Jugendgruppen,
LeiterInnen von Freizeiten und Bildungsveranstaltungen,
LeiterInnen von Projekten und Projektgruppen,
LeiterInnen von Jugendclubs.

Bezugspunkt der Tätigkeit von Kinder- und JugendleiterInnen in der Kinder- und Jugendarbeit ist die Gruppe.
Festzustellen ist, daß es nicht mehr genügt, daß beispielsweise aus ehemaligen Mitgliedern einer Kinder- oder Jugendgruppe - wie dies insbesondere in der Arbeit von Jugendverbänden der Fall war und z.T. immer noch ist - Kinder- bzw. JugendleiterInnen werden. Kinder- und JugendleiterInnen heute benötigen eine nachweisbare pädagogische Qualifikation, um den an sie gestellten Anforderungen und Herausforderungen kompetent begegnen zu können.

Kinder- und Jugendarbeit im Wandel
Heutzutage ist die Gruppe nicht mehr nur der Ort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen und FreundInnen treffen und durch gemeinsames Handeln ein Gefühl der Zugehörigkeit, des „Wir-Gefühls“ oder „Wir-Bewußtseins“ entsteht. Vielmehr steht die Frage im Mittelpunkt, welche „Wirkungen“ die Gruppenzugehörigkeit beispielsweise auf die Entwicklung sozialer Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, die Entwicklung einer wertgebundenen Orientierung u.a. hat, und wie und unter welchen Bedingungen diese „Wirkungen“ bewußt erreicht bzw. verbessert werden können.
Kinder- und Jugendgruppen erhalten somit, neben ihrem Erlebnisgehalt für die einzelnen Mitglieder, zentrale Bedeutung als Erfahrungs- und Lernfeld sowie wertgebundene Orientierungsangebote. Kinder- und Jugendgruppen vermitteln damit Schlüsselqualifikationen, die an keiner anderen Stelle im Sozialisationsgefüge - weder in der Familie, noch in der Schule noch in der Clique - in gleicher Art und Weise gelernt werden können.

Im Zentrum: Qualifizierte Kinder- und JugendleiterInnen
Kinder- und Jugendarbeit basiert auf dem Prinzip der Leitung der Gruppe durch eine/n LeiterInnen. Je nach pädagogischem Verständnis differiert dabei der Altersabstand zwischen Gruppenmitgliedern und LeiterInnen. Ebenso unterscheidet sich je nach pädagogischem Ansatz und Wertehintergrund die Ausbildung bzw. die Ausbildungsdauer und deren Inhalte für Kinder- und JugendleiterInnen. Angesichts wachsender Herausforderungen an die Kinder- und Jugendarbeit sowie der Notwendigkeit ihrer Sicherung und Weiterentwicklung, erscheint die Beschreibung und Festlegung verbindlicher Ausbildungsinhalte und Ausbildungszeiten - verstanden als Mindeststandards für Ausbildungen von LeiterInnen in der Kinder- und Jugendarbeit - notwendig.



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