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Evangelische Jugendbildungsarbeit


2. THEOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Die Frage nach dem sinnvollen, gelingenden und guten Leben ist objektiv nicht entscheidbar. Sie muß aus den Vorgaben biblisch-christlicher Überlieferungen und in der Auseinandersetzung unterschiedlicher Überzeugungen immer wieder neu geklärt werden. Im Licht des Evangeliums und dessen Überlieferung hat sich ein neues Verständnis des Lebens entwickelt. Das damit verknüpfte Bild vom Menschen ist sehr wesentlich geprägt von Freiheit und Würde. Damit werden auch grundlegende Vorgaben für die Bildungsarbeit gemacht.

Nach christlichem Verständnis sind Freiheit und Würde des Menschen darin begründet, daß


der Mensch Gottes Geschöpf und Mitarbeiter ist und diese Welt von Gott geschaffen ist,
der Mensch dem Menschen anvertraut ist als Mitmensch und Helfer, und jeder auf diese Hilfe angewiesen ist, in besonderer Weise aber junge Menschen,
uns gemeinsam die Schöpfung Gottes mit allen Kreaturen anvertraut ist, um sie zu erkennen, zu nutzen und zu gestalten und um sie zu bewahren.

Dieses Lebensverständnis ist nicht von der Einsicht zu lösen, daß die Aufgabe in allen drei Bezügen immer wieder verfehlt wird, weil die Gemeinschaft mit Gott schuldhaft zerbrochen ist.
Doch Gottes Liebe zu dieser Welt und jedem Menschen kommt dadurch zum Ausdruck, daß er ihnen durch das Leben und Sterben von Jesus Christus die Gemeinschaft mit ihm neu ermöglicht hat. Durch die Auferstehung Jesu gibt es eine neue lebendige Hoffnung für diese Schöpfung und für jeden Menschen. Sie geschieht nicht nur durch die Erneuerung des Lebens in dieser Welt, sondern auch durch die Verheißung einer neuen Schöpfung, die überall da schon beginnt, wo Menschen auf Jesus Christus vertrauen. Diese christliche Sicht bestimmt auch das Menschenbild. Der Glaube, daß Gott jeden Menschen liebt und in Christus versöhnt, verändert den Lebens- und Umgangsstil und beeinflußt die Bildungsarbeit an und mit jungen Menschen. Dabei geht es zunächst um die Beziehung als Mitmensch und Mitgeschöpf und um die Deutung der Wirklichkeit der Welt und der Inhalte und Aufgaben des menschlichen Lebens. Schließlich geht es auch um die Frage, wovon und wofür wir leben. (vgl. EKD Texte 34)



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