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Evangelische Jugendbildungsarbeit


5. QUALIFIZIERUNG VON MITARBEITER(INNE)N

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in ihrer Funktion als Multiplikatoren von zentraler Bedeutung für evangelische Jugendarbeit. Daher muß ihrer Qualifizierung und Begleitung eine sehr hohe Priorität eingeräumt werden. Bezüglich der Bildungsarbeit sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

Ausbildung
Wer verantwortlich in der Ev. Jugendarbeit mitarbeiten will, muß neben dem Interesse die Bereitschaft mitbringen, an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Dabei geht es auch um die Aneignung grundlegender humanwissenschaftlicher, rechtlicher und theologischer Kenntnisse sowie praktischer Fertigkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Hierzu gehört ganz wesentlich der Erwerb elementarer Kompetenzen für die Arbeit in Teams
(Kooperationsfähigkeit) und die Fähigkeit zur Reflexion der eigenen Arbeit. Die entsprechenden Angebote sollten erfahrungsorientiert und damit praxisnah sein und hierdurch ihre Orientierung an einem ganzheitlichen Bildungsverständnis deutlich machen. Ein wichtiger Ansatz in der Ausbildung von Ehrenamtlichen ist deren biographische Nähe zu den Kindern und Jugendlichen.

Praxisbegleitung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen qualifizierte Begleiterinnen und Begleiter. Durch eine gezielte und kontinuierliche Praxisbegleitung werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet, Konflikte können konstruktiv bearbeitet und die Motivation gefördert werden.
Bewährt haben sich neben persönlichen Gesprächen (Anleitung, Beratung, Seelsorge) vor allem regelmäßige Treffen (Mitarbeiterkreise), in denen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Personen und nicht nur in ihren Funktionen wahrgenommen und unterstützt werden.
Motivation, Zuspruch und Anerkennung sind ausschlaggebend für das Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen.

Fortbildung
Jugendarbeit hat es immer wieder mit zahlreichen veränderten Faktoren in ihrem Beziehungsfeld zu tun. Um den jeweils neuen Herausforderungen begegnen zu können, sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig an geeigneten Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. Gezielte Fortbildungen sind unabdingbar, um aktuelle Probleme zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten und um zeitgemäße und innovative Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.


Arbeitshilfen
Die in Aus- und Fortbildungsmaßnahmen erworbenen Kenntnisse brauchen begleitende Unterstützung bei ihrer Umsetzung. Da diese nicht ausschließlich durch personale Begleitung und Beratung gewährleistet werden kann, sind zielgruppenorientierte Arbeits- und Praxishilfen mit anregenden Beispielen und Vorschlägen für spezielle Arbeitsfelder (z. B. Kindergottesdienst, Jugendgruppenarbeit, Offene Arbeit) notwendig.

Zusammenarbeit
Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen sich mit ihren spezifischen Kenntnissen und Fähigkeiten aktiv in die Bildungsprozesse innerhalb von Ev. Jugendarbeit ein und sollen sich dabei gegenseitig ergänzen. Diese Zusammenarbeit setzt organisatorische Strukturen und Kompetenzen von Hauptberuflichen voraus, die Partizipation ermöglichen.
Wichtig ist vor allem die Beteiligung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei allen Entscheidungen, die die Jugendlichen und die Jugendarbeit betreffen sowie die Übertragung bzw. Übernahme von Verantwortung in selbstgewählten bzw. gemeinsam entwickelten Aufgabenfeldern.



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