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Evangelische Jugendbildungsarbeit


 

Evangelische Jugendbildungsarbeit - Bildungsverständnis und Bildungsziele im Landesverband der Evangelischen Jugend in Hessen
vom Mai 1998


EINLEITUNG

Auf dem Hintergrund komplexer gesellschaftlicher Veränderungen und Krisenbedingungen hat sich nicht nur das Jugendbild, sondern auch die Jugendbildungsarbeit verändert.


Die Jugendforschung weist auf eine verlängerte und individualisierte Jugendphase mit neuen Chancen und neuen Risiken hin.
Einschneidende Strukturveränderungen in der Arbeitswelt stellen neue Anforderungen an Orientierung und Lebensentwürfe. Probleme wie Lehrstellenmangel, Arbeitslosigkeit und Sozialabbau werden von den Jugendlichen als Bedrohung ihrer Zukunft erfahren.
Das Interesse von Jugendlichen an politischen Fragen und Themen verändert sich. Nach den Erkenntnissen der 12. Shell-Studie ist eine skeptische Distanz von jungen Menschen zur institutionellen Politik festzustellen.
Als Angebote der Jugendbildungsarbeit haben sich differenziert, dies gilt für Themen, Lernorte, Lernformen wie auch für Zielgruppen.
Leitideen wie Alltags- und Lebensweltorientierung, ganzheitliches Lernen und persönlicher und sozialer Kompetenzgewinn haben die traditionelle und primär wissensvermittelnde Jugendbildungsarbeit abgelöst.
Auch die Jugendbildungsarbeit ist von der Verknappung finanzieller Ressourcen betroffen.

Der Landesverband der Evangelischen Jugend Hessen nimmt diese aktuellen Entwicklungen zum Anlaß, Bedeutung, Qualität und Profil außerschulischer Jugendbildungsarbeit in die Diskussion zu bringen. Jugendbildung hat im Landesverband seit seiner Gründung einen hohen Stellenwert. Mit der vorliegenden Bildungskonzeption wird ein Beitrag zur Qualitätssicherung geleistet und ein interner Verständigungsprozeß über Ziele und Angebote in der Jugendbildungsarbeit angeregt.
Frankfurt, den 07. Mai 1998



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