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Evangelische Jugendbildungsarbeit


1. BILDUNGSVERSTÄNDNIS

Bildung ereignet sich in einem spannungsvollen Verhältnis von individueller Identitätsfindung und gesellschaftlicher Orientierung.

Bildung ist ein lebensbegleitender und selbstreflexiver Erfahrungsprozeß. Auf dem Weg der Bildung sind Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit in einem kommunikativen Miteinander einzuüben und ist Bereitschaft zu demokratisch-politischer Beteiligung zu wecken.“ (EKD-Texte 37)

Ziel der evangelischen Jugendbildung ist es, Kindern und Jugendlichen ein Heranwachsen zu mündigen und kritischen Persönlichkeiten zu ermöglichen:


die in der Lage sind, Situationen zu erkennen,
die zum bewußten Gestalten individueller und gesellschaftlicher Lebensbedingungen bereit sind,
die rücksichtsvolle und solidarische Formen des Zusammenlebens anstreben und die Schöpfung verantwortlich bewahren,
die gegen alle Resignation an der Zukunftsfähigkeit des Menschen festhalten,
die sich selbst und andere Menschen in ihren Begrenztheiten annehmen.

Diese Zielbeschreibung kann als Fähigkeit, Leben zu bewältigen und „gelingend“ zu gestalten, bezeichnet werden.
Voraussetzung für ein gelingendes Leben ist Identität. Diese braucht Orientierung und Werte, die sich in kritischer Auseinandersetzung bewähren muß, ohne zu erstarren. Sie ermöglicht darüberhinaus Kompetenz zum Handeln, die Menschen in die Lage versetzt, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. In diesem Sinne ist die Auseinandersetzung mit der Frage, was ein „sinnvolles“, „gelingendes“ und „gutes“ Leben ist, und welche zentralen Lebensaufgaben sich daraus ergeben, als Mittelpunkt von evangelischer Jugendbildung zu verstehen. Alle Bildungsangebote sind quasi Hilfen zur Selbstbildung, die letztendlich aus dem christlichen Glauben heraus entwickelt werden können und der Vorbereitung der Jugendlichen auf ihre Lebensaufgaben bzw. der Unterstützung bei deren Bewältigung dienen.



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